Muttermale - Nävi (dysplastische oder atypische Nävi)
Vor allem hellhäutige Menschen haben mehr oder weniger viele Leberflecke oder Muttermale auf der Haut. In der Fachsprache heißen diese Hauterscheinungen Naevi. Im Rahmen der Hautkrebs-Vorsorgeuntersuchung wird ein besonderes Augenmerk auf diese Muttermale gelegt, da sich bei entsprechenden Kriterien auch ein atypischer (dysplastischer) Nävus - ein noch gutartiges Muttermal, welches aber ein erhöhtes Risiko aufweist, in ein Melanom überzugehen - oder bereits ein Melanom dahinter verbergen kann.
Bei Muttermal-Analyse im Rahmen der Hautkrebsvorsorge werden die Muttermale des gesamten Körpers eingehend mit einem Auflichtmikroskop (Verfahren der Dermatoskopie) untersucht. Eine Hautkrebsvorsorge sollte einmal jährlich erfolgen, bei Risikopatienten je nach Fall auch öfter. Zur Risikogruppe zählt man, wenn man am Körper besonders viele Muttermale hat oder früher bereits atypische Nävi oder ein Melanom diagnostiziert wurden.
Patienten können selber auf folgende Merkmale achten, allerdings ersetzt die Selbstuntersuchung nicht die jährliche Hautkrebsvorsorge durch den erfahrenen Hautarzt.
- A = Asymmetrie der Leberflecke
- B = Begrenzung des Mals: unscharf, ausgefranst oder zipfelig ist es möglicherweise bösartig oder zumindest untersuchungsbedürftig
- C = Color. Das Muttermal kann viele verschiedene Farben aufweisen, ist aber vor allen Dingen dann suspekt, wenn es innerhalb des Mals verschieden Farben hat oder die Farbe sich verändert.
- D = Durchmesser über 5 mm. Dieses Kriterium ist jedoch für Laien sehr unsicher, da es auch kleinere Melanome gibt
- E = Erhabenheit
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