Hautarzt Praxis in München Dr. Habig
 
 








Ekzeme

Das Ekzem ist eines der häufigsten Krankheitsbilder in der Dermatologie. Hierunter versteht man eine nicht ansteckende Entzündung der Haut mit komplexem äußeren Erscheinungsbild. Es besteht eine lokalisierte Rötung von typischem Aussehen, manchmal zeigen sich darüber hinaus Schuppung, Bläschen und/oder Krusten. Durch Austritt von Gewebeflüssigkeit können die Herde nässen. Ein heftiger Juckreiz ist meist, aber nicht obligat vorhanden. Bei chronischen Ekzemen findet sich gelegentlich eine Verdickung der Haut mit vergröberter Hautfelderung, die sogenannte Lichenifikation. Oft bestehen Risse in der Haut, auch als Rhagaden bezeichnet, und eine Schwellung im Unterhautgewebe - im Fachjargon Ödem genannt - sowie mikrobieller Befall der geschädigten Haut (bakterielle Superinfektion).

Ekzeme können als nicht-allergische Unverträglichkeitsreaktion, als toxische Reaktion auf bestimmte Stoffe, als allergische Reaktion oder im Rahmen einer anlagebedingten (konstitutionellen) Überempfindlichkeit der Haut entstehen. Weiterhin zu erwähnen sind das seborrhoisches Ekzem, sowie Sonderformen, wie zum Beispiel das Exsikkationsekzem.

Allergisches Ekzem ("Kontaktallergie")

Die allergischen Ekzeme werden häufig auch als Kontaktallergie bezeichnet. Beispiele dafür sind allergische Reaktionen auf Substanzen, denen der Patient ausgesetzt ist. Hier kommen oft Dinge des täglichen Gebrauchs als auslösendes Agens in Frage: Haarshampoos, Kontaktlinsenpflegemittel, Kosmetika, Cremes und Make up, Desodorantien, Modeschmuck, nickelhaltige Gürtelschnallen oder Hosenknöpfe, Putzmittel oder Medikamente. Auch beruflich kann man mit allergieauslösenden Substanzen in Berührung kommen, zum Beispiel mit Latex, welches beim Tragen von Schutzhandschuhen auf die Hände einwirkt, oder aber auch mit Zusatzstoffen in Zement bzw. anderen Chemikalien.

Anlagebedingtes Ekzem, z.B. Neurodermitis

Bei den anlagebedingten Ekzemen liegt die Ursache der Erkrankung im Patienten selber. Häufigstes Erscheinungsbild dieser Krankheitsgruppe auf der Haut ist die Neurodermitis, das sogenannte atopische Ekzem.

Therapie

So vielgestaltig wie die Erscheinungsform der verschiedenen Ekzeme sind auch die Behandlungsmöglichkeiten. Je nach Schweregrad werden wir uns entweder nur auf eine Lokaltherapie beschränken und/oder eine systemische Therapie, also eine Behandlung des gesamten Körpers, zur Anwendung bringen. Bei der Auswahl der lokalen Therapien muss der Hauttyp (fettige oder trockene Haut), die Lokalisation der Krankheitsherde und vor allem das Alter des Patienten berücksichtigt werden. So reagieren Kinder vergleichsweise häufiger mit unerwünschten Nebenwirkungen als Erwachsene. Basis jeder Behandlung ist auch die konsequente Hautpflege in den beschwerdefreien Intervallen. Weiterhin können begleitende Maßnahmen wie eine spezielle Ernährung erforderlich werden. Wir besprechen die Bandbreite der Möglichkeiten mit unseren Patienten, um dann für jedes einzelne Problem die angemessene Therapie einzuleiten.






Dr. Juliane Habig
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