Hautarzt Praxis in München Dr. Habig
 
 








Botulinumtoxin A

Was ist Botulinumtoxin A und wie wirkt es?

Botulinumtoxin A ist ein Bakterieneiweiß, ein Medikament, das aus dem Bakterium Clostridium botulinum gewonnen wird. Wird es in einen Muskel gespritzt, blockiert es dort gezielt die Nervenimpulse. Dadurch wird dann der entsprechende Muskel je nach Dosierung nicht mehr so stark wie gewohnt angespannt oder vorübergehend blockiert. Die volle Wirkung nach einer Behandlung mit Botulinumtoxin A entfaltet sich 3-4 Tage nach der Einspritzung und hält 3-6 Monate an. Ein nachhaltigerer Effekt wird durch Wiederholungsbehandlungen erzielt.

Wie wird behandelt?

Die Lösung mit Botulinumtoxin A wird mit einer sehr feinen Nadel direkt in den entsprechenden Muskel gespritzt. Die Einstichstellen sind kaum zu sehen. Die Dosierungen zur Behandlung von Falten liegen dabei weitaus niedriger als z.B. zur Behandlung von Muskelverkrampfungen im Bereich der Augen und des Halses und auch von spastischen Muskelverkrampfungen bei Kindern.

Welche mimischen Falten können mit Botulinumtoxin A behandelt werden?

Zum Beispiel Zornesfalten, Stirnfalten, Lachfalten, Augenfältchen, "Krähenfüße", Plissèfältchen der Oberlippe, Fältchen am Nasenrücken, senkrechte Falten an Hals und Decolleté. Ebenso können die Augenbrauen, nach unten gezogene Mundwinkel und die Nasenspitze mit Botulinumtoxin A leicht geliftet bzw. angehoben werden.

Weitere Indikationen für die Therapie mit Botulinumtoxin

Spannungskopfschmerz, Migräne, übermäßiges Schwitzen vor allem der Axeln (Hyperhidrosis axillaris, Hyperhidrose)

Welche Falten kann Botulinumtoxin A nicht vollständig zurückbilden?

Falten, die nicht auf der Aktivität der Muskeln (Mimik) beruhen, sondern durch Alterung der Haut oder UV-Schädigung eingetreten sind, können durch andere Verfahren gebessert werden. Sollte nach der Behandlung tieferer Falten mit Botulinumtoxin A im Behandlungsbereich noch eine Restfältelung erkennbar sein, so kann die Injektion von Botulinumtoxin A mit jeder anderen Methode zur Faltenbehandlung kombiniert werden. Bei Bedarf informieren wir Sie gerne über Kombinationsmöglichkeiten.

Wann darf nicht mit Botulinumtoxin A behandelt werden?

Botulinumtoxin A darf nicht angewandt werden

  • im Bereich von akuten Hautkrankheiten oder Entzündungen
  • bei bekannter Unverträglichkeit
  • bei generalisierten Nerven- und Muskelerkrankungen
  • bei Schwangerschaft und in der Stillzeit
  • bei Einnahme von bestimmten Antibiotika oder Muskelrelaxantien.

Geschichte des Botulinumtoxins

Die erste Charakterisierung von Botulinumtoxin gelang 1897. 1946 wurde Botulinumtoxin A erstmals in reiner Form hergestellt. Bald erkannte man, dass sich damit durch Einspritzung die Muskelaktivität gezielt dämpfen bzw. blockieren ließ. Seit den 60er Jahren erforschte der amerikanische Augenarzt Dr. Scott Botulinumtoxin und suchte 20 Jahre lang mit seinem Kollegen Dr. Schantz nach Möglichkeiten der medizinischen Nutzung. 1980 wurde es erstmals absichtlich einem Menschen als Medikament injiziert. 1989 wurde das erste Medikament in Amerika zugelassen, das Botulinumtoxin A enthielt und zur Behandlung von Strabismus (Schielen), Blepharospasmus (krankhaftem Lidkrampf) und anderen Muskelerkrankungen erprobt worden war. Dr. Alan Scott hatte bereits das Verstreichen von Gesichtsfalten nach der Behandlung des Lidkrampfes als "Nebenwirkung" beobachtet. Seine Mitarbeiterin Dr. Jean Carruthers und ihr Mann Dr. Alistair Carruthers erforschten seit 1988 als erste die Möglichkeiten zur Faltenkorrektur mit Botulinumtoxin A. Die erste Publikation dazu erschien 1990. Ab 1995 nahm die Anwendung von Botulinumtoxin A zur Behandlung von Mimikfalten exponentiell rasant zu.

Welche Präparate gibt es in Deutschland?

Neben der Bezeichnung Botulinumtoxin sind auch BTX, Botox oder Botulinustoxin gängige Synonyme. "Botox" ist aber eigentlich ein geschützter Name des gleichnamigen verordnungspflichtigen Medikaments. In Deutschland wird Botulinumtoxin A als Medikament hauptsächlich von 3 verschiedenen Firmen angeboten: Botox® und Vistabel® von der Firma Allergan, Dysport® von der Firma Ipsen und Xeomin® von der Firma Merz.

Welche Nebenwirkungen und Komplikationen können auftreten?

Auch hier kommt es natürlich auf die richtige Analyse der Falten und der Muskelanatomie, die Dosis des Medikaments die richtige Lokalisation und Technik des Spritzens sowie die Konstitution der Patientin / des Patienten an. Wie bei jeder anderen Einspritzung in die Haut kann es in sehr seltenen Fällen zu einer Hautreizung, Hautinfektion, leichten Schwellung oder kleinem Bluterguss kommen. Allergische Reaktionen (Rötung, Juckreiz) an der Injektionsstelle sind ebenfalls höchst selten. In ebenfalls seltenen Fällen wurde über Müdigkeit, leichtes Unwohlsein, Mundtrockenheit und allgemeines Krankheitsgefühl berichtet.

Spezifische gefürchtete Nebenwirkungen wie ein vorübergehend asymmetrischer Gesichtsausdruck, ein Absacken der Augenbrauen oder gar ein abgesackter Mundwinkel dürften beim heutigen Wissensstand bei erfahrenen Ärzten nicht mehr vorkommen. Da hauptsächlich bei unprofessioneller Anwendung von Botulinumtoxin die Gefahr der o.g. Komplikationen entstehen kann, ist es besonders wichtig, dass die behandelnde Ärztin / der behandelnde Arzt über die nötige Erfahrung und Behutsamkeit im Umgang mit Botulinumtoxin verfügen. In den richtigen Händen ist die Anwendung von Botulinumtoxin sehr sicher und ästhetisch äußerst befriedigend.

Worauf sollte nach der Behandlung geachtet werden?

Während der ersten zwei Stunden nach der Behandlung sollten die entsprechenden (Gesichts)Partien nicht unnötig oft berührt und keine schweren Lasten getragen werden. Danach ist das Auftragen von leichtem Make up, aber auch sanftes Waschen problemlos möglich. Saunieren, UV-Bestrahlung durch Sonne oder Solarium sollte für einige Tage eingeschränkt bzw. vermieden werden. Die behandelte Gesichtsmuskulatur kann ruhig für einige Stunden wiederholt und häufig aktiviert werden (z.B. die Stirn runzeln), aber erst nach frühestens ca 3 Stunden sollte zu Bett gegangen werden.

Qualität ohne Kompromisse

Wir gehen keine Kompromisse in der Professionalität und Sorgfalt bei der Behandlung unserer Patienten ein. Durch unsere langjährige Anwendungserfahrung bei sehr vielen Patienten können wir Ihnen eine für Sie maßgeschneiderte Behandlung mit der entsprechenden Dosierung bieten. Zur Sicherheit unserer Patienten verwenden wir keine Reimporte, sondern nur in Deutschland von den o.a. Firmen vertriebene und zertifizierte Präparate.






Dr. Juliane Habig
Dr. med. Juliane Habig
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