Hautarzt Praxis in München Dr. Habig
 
 








Bakterielle Hauterkrankungen

Impetigo contagiosa

Diese hochansteckende Hautinfektion betrifft vor allem Kleinkinder, bevorzugt im Sommer. Die Erkrankung beginnt mit Bläschen, die schnell aufplatzen und unter der Bildung von gelben Krusten abheilen. Durch Kratzen bilden sich an Extremitäten und im Gesicht schnell neue Herde aus. Im Abstrich zeigen sich als auslösende Bakterien oft Streptokokken, gelegentlich auch Staphylokokken.

Die Therapie besteht in der Anwendung von lokalen, antimikrobiellen Lösungen. In schweren Fällen sollten Antibiotika oral eingenommen werden.

Erysipel

Das Erysipel wird auch als Wundrose bezeichnet. Diese Erkrankung wird durch Bakterien verursacht, die über kleinste Risse und Verletzungen in die Haut eindringen und sich schnell entlang de Lymphbahnen ausbreiten. Bei den Erregern handelt sich in der überwiegenden Zahl der Fälle um Streptokokken. Bevorzugt werden Füße und Gesicht befallen, wobei die Krankheitserreger meist durch Risse zwischen den Zehen, wie sie gehäuft bei Fußpilz vorkommen oder durch rissige Mundwinkel eindringen. Schlechte Durchblutung in den Extremitäten und allgemeine Abwehrschwäche im Alter oder bei Zuckerkranken stellen Risikofaktoren dar.

Beim Erysipel ist häufig das Allgemeinbefinden durch hohes Fieber mit Schüttelfrost beeinträchtigt. Die Haut zeigt eine feuerrote, scharf begrenzte Rötung mit erheblicher Schwellung und Druckschmerzhaftigkeit.

Die Behandlung der Wundrose sollte möglichst frühzeitig begonnen werden, um Komplikationen zu vermeiden. Es besteht bei Verschleppung die Gefahr an einer lebensbedrohlichen Blutvergiftung (Sepsis), einer schweren Herzmuskel- oder Herzbeutelentzündung zu erkranken. Bei wiederholtem Auftreten von Erysipelen besteht die Gefahr, dass sich ein chronisches Lymphödem der Beine ausbildet. Die Therapie besteht immer zunächst in einer hochdosierten antibiotischen Behandlung. Lindernd wirken darüber hinaus auch entzündungshemmende und kühlende Umschläge und Ruhigstellung. Aber zur Vermeidung von Rezidiven muss unbedingt die Eintrittspforte saniert werden, das heißt ein zum Beispiel gleichzeitig bestehender Fußpilz beseitigt werden.






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